Vom 12.04.26-18.04.26 fand der Gegenbesuch unserer norwegischen Schülergruppe aus Oslo bei uns statt. Die Norweger hatten keine leichte Projektaufgabe.
Sie wünschten sich ein Projekt zum Thema „Leben in der DDR“. So arbeiteten drei binationale Schülerteams am Montag an Quellen-, Bild- und Kartenmaterial und wählten einen Schwerpunkt ihrer Untersuchungen. Schnell stellte sich heraus, dass der Begriff „Freiheit“ in alle anderen Bereiche drang und so passten die Teams ihre Untersuchungen an. Das Arbeitsprodukt sollte eine mit der Designplattform Canva erstellte Collage sein, die in einem Vortrag von den Gruppen dann inhaltlich gefüttert und vorgestellt wird. Aber wie findet man Spuren eines untergegangenen Staates? In der Autostadt Wolfsburg recherchierte man zu Mobilität und entdeckte einen gut erhaltenen Trabant 601S im Umfeld von zeitgenössischen Kfz westlicher Hersteller.
Das Highlight war der Mittwoch, denn hier trafen die Gruppen auf echte Zeitzeugen der ehemaligen DDR. Dank Frau Unger konnten wir die 79jährige Doris und den 83jährigen Hans einladen, die beide als Lehrkräfte in der DDR tätig waren und ihr halbes Leben bis zum Mauerfall in der DDR erlebten. Die Schülerteams führten Interviews anhand eines Fragenkatalogs, den sie am Montag entworfen hatten. Es gab sehr emotionale Momente und für die Schüler war es elektrisierend, Geschichte zum Anfassen zu erleben.
Donnerstag verbrachten die Teams in Berlin, u.a. im DDR-Museum und an weiteren historischen Stätten. Freitag wurden die Projekte abgeschlossen und um 11 Uhr wurde präsentiert vor den austauschleitenden Lehrkräften, der Schulleiterin Frau Akkermann, aber auch etlichen Schülerinnen und Schülern der anderen 11ten Klassen, die spontan als Publikum aus Interesse dazustießen. Es war eine produktive, erlebnisreiche Woche und das GAF hat bewiesen, dass wir viel bieten und möglich machen können.
Das GAF hat einen neuen Auslandskontakt in Norwegen. Unser Kontakt ist die Bjerke videregående skole, eine weiterführende Schule in Groruddalen in Oslo, Norwegen, die von etwa 560 Schülerinnen und Schülern besucht wird. Groruddalen ist ein Tal im Nordosten von Oslo, etwa 1300km von Salzgitter entfernt. Die norwegischen Schülerinnen und Schüler möchten bei uns ihre Deutschkenntnisse einsetzen und verbessern und arbeiten bei ihrem Besuch an einem Projekt. Eine erste Schülerbegegnung gab es im März 2026 im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+. Frau Unger und Herr Chant führten sieben Schülerinnen und Schüler in die Hauptstadt Norwegens und vom 28.02.26-07.03.26. lebten die Teilnehmer in Gastfamilien und arbeiteten an einem Projekt zu „Green Tourism“. Zusammen mit den norwegischen Gastgebern bildeten sich drei gemischte Projektgruppen, die jeweils ein Kurzvideo zum Thema produzierten. 2026 wurde diese Austauschaktivität von der Europäischen Union ko-finanziert im Rahmen einer Kurzzeitmobilität.

Am Gymnasium am Fredemberg kann man sich für den Austausch über die AG-Wahl bei IServ kurz vor Ende eines Schuljahres anmelden, wenn man in Jahrgang 10 ist. Die Fahrt findet statt, wenn man im 11. Jahrgang ist. Zur Vorbereitung auf die Fahrt ist die Teilnahme an einer begleitenden AG obligatorisch, d.h. man erklärt seine Bereitschaft, eine wöchentliche AG zu besuchen und selbstverständlich ebenso, eine/n norwegische/n Schüler/-in bei als Gast bei sich aufzunehmen. In Oslo erwartet unsere Schülergruppe eine hochmoderne Infrastruktur und interessante Museen wie das Munch-Museum, das Kontiki-Museum, das Fram-Museum oder die Holmenkollen-Skispungschanze. Oslo ist sehr international und multikulturell. Die Fahrt leitet Frau Unger.

Das GAF steigt ein in die Arbeit mit ERASMUS+ und intensiviert die europäische Netzwerkarbeit unseres Gymnasiums. So sind wir Gastgeber für ein „Job Shadowing“: Vom 16.02.-19.02.26 ist die Lehrerin Marie Geneix-Legret aus Evreux in der Normandie bei uns zu Gast am GAF. Mme Geneix-Legret hat einen vollen Stundenplan und besuchte Unterricht u.a. in Deutsch, Chemie und Geschichte.
Natürlich profitieren auch einige Klassen unserer Französischlehrerin Frau Melzer von Mme Geneix-Legrets Aufenthalt und die Schülerinnen und Schüler stellten viele Fragen. Mme Geneix-Legret beeindruckt unsere technische Ausstattung, aber ebenso die Selbständigkeit, mit der die Lernenden bei uns arbeiten. Mme Geneix-Legrets Besuch bei uns wurde aus Mitteln der europäischen Union kofinanziert und wir werden diesen neuen Kontakt für das GAF pflegen und schauen, ob man auch andere Projekte gemeinsam angehen kann. Vive l'amitié franco-allemande!
Schon seit unserem Besuch in Imatra freuten wir uns auf den Gegenbesuch der Finnen bei uns in Deutschland. Spätestens aber seit den Osterferien haben sich die Familien intensiv auf ihre/n Gastschüler/in vorbereitet und ein Wochenend-Programm geplant.
Für drei Familien waren über E-Mail und Whatsapp erst kurz vor Ostern erste Kontakte geknüpft worden, da sie sich freundlicherweise bereiterklärt haben, trotz verpasster Gelegenheit eines Besuchs in Finnland selbst einen der 10 Gastschüler aufzunehmen.
Am Dienstag, d. 10. April gegen ca. 17 Uhr trafen die Finnen in Salzgitter ein und wurden von ihren Gastfamilien mit einer Mischung aus Freude, Neugier und Aufregung in Empfang genommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die finnischen Gäste bereits eine 12-stündige Reise hinter sich und so war es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Gruppe schnell auflöste und das Kennenlernen der übrigen Gast-Familien-Mitglieder erst einmal im Vordergrund stand.

Weiterlesen: Ein Bericht zum Besuch der Finnen im Rahmen unseres Austausches
Nachdem schon 2016 und 2017 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Jahrgang in Créteil und in Paris waren, konnte diese Reise auch dieses Jahr – dank Sponsoren- und Fördermitteln - ermöglicht werden. Auch wenn die Grippewelle die Schule in den letzten Wochen fest im Griff hatte, konnte sich die Gruppe mit allen Teilnehmerinnen, Teilnehmern und den Lehrerinnen Frau Stockmann und Frau Gerdesmann am 5.3. früh um 6 Uhr auf den Weg machen. Ziele waren die Partnerstadt von Salzgitter, Créteil, in der auch das Hotel lag, eine Besichtigungstour durch Créteil, ein Schülerbegegnungstag im Lycée Léon Blum und einige Ausflüge nach Paris.
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